Samstag, 14. Januar 2012

Flying Books hat jetzt einen neuen Bewohner

Hallo ihr Schnuckelchen, hier ist der neue Mitbewohner! Ich bin gestern mit meinen 9 Koffern in diesem kleinen, bequemen Blog eingezogen und habe es mir gleich gemütlich gemacht. Ab heute begrüße ich euch jedes mal, wenn ihr Flying Books besuchen kommt - ein eigener Ehrenplatz wurde mir direkt über der Vorstellung von Elle zugeteilt.
Aber nun zu mir - ihr seid sicher schon alle totale gespannt! Ich, die große, berühmt berüchtigte Elfienee habe mich dazu herabgelassen, diesen Blog mit meiner strahlenden Aura etwas aufzupeppen. Achja, ihr dürft mich Elfie nennen, aber ihr müsst euch bewusst sein, was für eine Ehre das ist. Ich hab schon einige Jährchen auf dem Buckel, aber eine Lady verrät ihr genaues Alter natürlich nie. Ich habe die verschiedensten Länder und Orte besucht. In der Elfenwelt von Nijura hat es mir übrigens besonders gut gefallen. Zwischen Kaveh und mir gab es eine ganz schöne Verbindung, das kann ich euch sagen, aber schließlich dachte ich, ich überlasse ihm Nil. Meine Freiheit liegt mir viel zu sehr am Herzen, als das ich mich auf nur einen süßen Elfenprinzen festlegen könnte...
Auf jeden Fall werde ich Elle nun ein wenig unterstützen, inwiefern weiß ich nicht genau. Aber ich bin sicher wir werden eine wundervolle Zeit gemeinsam haben!

Montag, 9. Januar 2012

Flying Books jetzt auf Facebook

Hallo ihr Lieben. :) Ich habs gewagt und einen passenden Facebook Account zu meinem Blog gemacht. HIER der Link dazu. Dort werde ich verkünden, wenn etwas neues auf meinem Blog ansteht, es eine neue Rezension gibt und so weiter. Ich hoffe ihr folgt auch der Seite, nicht nur meinem Blog. :D

Für mich geht die Schule wieder los. In der letzten Woche hatte ich ja ein Lesehoch und habe viele Rezensionen online gestellt. Das wird sich wohl wieder ändern, wahrscheinlich wird es etwas ruhiger um Flying Books. In welchem Ausmaß kann ich nicht sagen, aber ich werde hier natürlich nicht ganz verschwinden.

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche
Liebe Grüße
Elle

Freitag, 6. Januar 2012

Rezension: Firelight - brennender Kuss

Cover  © Loewe Verlag
Produktinformationen:
Titel: Firelight - brennender Kuss
Originaltitel: Firelight
Autor: Sophie Jordan
Teil einer Reihe? Ja, der 1.
Verlag: Loewe
Seitenanzahl: 17,95 €
Preis: 370 Seiten
Zu kaufen bei: Amazon, buch.de

Inhalt:


Bei einem frühmorgendlichen Ausflug mit ihrer Freundin Azura stirbt Jacinda fast: Jäger spüren die beiden beiden Mädchen auf, während sie in ihrer Drachengestalt sind. Nur durch die Hilfe des attraktiven Jäger Will schafft es Jacinda, zu überleben. Als die beiden sich sehen, entsteht eine ganz besondere Verbindung. Doch dieses Erlebnis hat Folgen: Aus Angst, Jacinda zu verlieren flieht ihre Mutter mit ihr und ihrer Schwester bei Nacht und Nebel. Nun lebt die kleine Familie in der Wüste - Gift für Jacindas Draki. Langsam beginnt er zu sterben, doch dann trifft Jacinda Will wieder. Ihr innerer Draki wacht wieder auf, als wäre Wills Nähe das Heilmittel. Die beiden spüren sich von Anfang an zu einander hingezogen, doch die Beziehung bringt große Probleme mit sich. Immerhin jagt Will und seine Familie Drakis - und damit auch Jacinda.



Zitate:


Heute Nacht, und zwar dringender als je zuvor, muss ich unbedingt fliegen. Ich muss es einfach versuchen. Verlassen kann ich mich einzig und allein auf mich selbst und das ist völlig ausreichend. Etwas anderes darf ich nicht glauben - immerhin hat es bisher auch immer gestimmt. - Seite 133

Stille macht sich breit, hüllt uns ein, so dick, dass ich sie beinahe schmecken kann. Er schielt zu mir herüber und das Gold in seinen haselnussbraunen Augen entzündet eine kleine Flamme in mir, an die ich schon nicht mehr geglaubt habe.
Ein einziger Blick von ihm lässt die Glut in mir von Neuem aufglimmen und knistern. Egal, wie sehr ich mir einreden mag, dass ich ihn nicht brauche, um meinen Draki zu wecken, jedes Mal straft er mich aufs Neue Lügen. Vielleicht kann man das, was man will, und das, was man braucht, nicht voneinander trennen. - Seite 146

"Ich werde dir mehr Freiraum geben - und die Zeit einzusehen, dass das hier ...", er macht eine ausholende Geste, "... nichts für dich ist. Du braucht den Nebel und die Berge und den Himmel. Das Fliegen! Wie kannst du hierbleiben, wo du nichts von alldem hast? Wie kannst du auch nur hoffen, hier überleben zu können? Auch wenn du das nicht nicht begriffen hast - der Tag wird wird kommen."
Ich sehe Will vor mir und denke daran, dass er für mich Nebel, Himmel, einfach alles geworden ist. Hier kann ich weit mehr als nur überleben - hier kann ich lieben. - Seite 326/327 

Meinung:


Es gibt geteilte Meinungen zu Firelight: Einige fanden es spitze, andere sehen das eher skeptisch. Ich muss mich leider in die zweite Gruppe einreihen, denn obwohl Firelight einen super Ansatz hatte, ist der Funke einfach nicht übergesprungen.

Aufmachung:


Das Cover ist super schön. Ich glaube, es zeigt Jacinda in Drachengestalt (obwohl ich mir die Nase da irgendwie anders vorstelle - obwohl ich sowieso verwirrt bin, was die Autorin mit "Höckern" meint). Besonders die Augen sind großartig gemacht, und auch der kleine Drache über dem Titel fand ich nett. Und das Cover fühlt sich einfach toll an! Irgendwie rau, so wie Drachenhaut halt. Super gut gemacht und ein nettes Extra. Den Titel finde ich ebenfalls passend, besonders den Untertitel. Darunter ist dann alles schlicht schwarz, was ich ein bisschen langweilig fand, aber insgesamt ist die Aufmachung wirklich schön geworden.


Idee & Umsetzung:


Drachen sind aus irgendeinem Grund irgendwie schon länger vergessen, was ich sehr schade fand, denn ich finde Bücher um diese Geschöpfe echt toll! Als ich von der Idee dieses Buches hörte, war ich begeistert. Drachen, die sich ebenfalls in Menschen verwandeln können - eine super Idee! Und das glaube ich auch immer noch. Leider ist es der Autorin kaum gelungen, diese super Idee weiter auszuführen. Es wurden vielleicht 5 Drachenarten erwähnt, rein gar nichts über ihre Geschichte und ihre weitere Eigenarten. Die Autorin ging dafür dreifach so viel auf die Liebesgeschichte ein - zu meinem bedauern. Diese war zwar durchaus nett, aber irgendwie war es die ganze Zeit das selbe. Sie steht auf ihn, er auf sie, sie küssen sich. Dann beschließt sie, ihn zu ignorieren, und als sie ihren Entschluss überwirft, ignoriert er sie. Mein Gott, das hatte wirklich Telenovela Züge. Sicher fand ich die Geschichte zwischen Will und Jacinda ganz süß, aber auch da habe ich viel besseres gelesen. Allgemein war ich wirklich enttäuscht, dass die Autorin so gut wie gar nicht auf die Fantasy Elemente eingegangen ist, sondern Will und Jacinda nur Katz und Maus hat spielen lassen. Da wäre so viel mehr drinnen gewesen!

Schreibstil:


Sophie Jordans Stil wechselt von Begebenheit zu Begebenheit. Obwohl ich es sehr gut fand, dass sie ihre verschiedenen Charaktere auch verschieden hat sprechen lassen, zum Beispiel reden Cassian und Severin (beides Draki) eher altmodisch und gewählt reden, lässt sie ihre anderen Jugendlichen ihrem Alter entsprechend reden. Allerdings habe ich mich da gefragt, wieso Jacinda nicht so wie die anderen Draki redet - immerhin ist sie auch einer? Allgemein wurde der ganze Stil etwas jünger gestaltet, sobald Jacinda aus ihrem Rudel raus war. Meiner Meinung nach hätte die Autorin sich schon für eins entscheiden sollen, anstatt so zu springen. Allgemein weiß Sophie Jordan sich schon auszudrücken, ihr Stil war flüssig und hat mich gut durchs gut gebracht. Teilweise gab es schon ein wenig Spannung, gerade am Anfang, doch der verpuffte leider schnell. Manchmal kamen dann noch kurze Momente auf, von denen ich mir etwas erhofft habe, doch dann kam wieder das Hin und Her zwischen Will und Jacinda. Trotzdem konnte ich das Buch auf jeden Fall gut durchlesen. Und jetzt will ich noch etwas absolut positives Hervorheben: Sophie Jordan kann außerordentlich gut Gefühle rüberbringen! Ich habe wirklich mit Jacinda mitgefühlt, und das eindeutig nur wegen den guten Beschreibungen der Autorin. Das hat das Buch noch einen großen Schubs nach vorne gegeben.

Charaktere:


Jacinda war mir recht sympathisch. Teilweise lag ihr ihre Familie sehr am Herzen und sie stellte deren Bedürfnisse eindeutig über ihre - zu Anfang. Schließlich siegten aber ihre Gefühle für Will, was ich auch durchaus verstehen konnte. Allerdings, ich muss es einfach sagen, hatte Jacinda eindeutig etwas von einem Kleinkind. Sie wechselt ihre Meinung sooft wie ihre Unterwäsche und fühlt sich andauernd unverstanden. Vielleicht war sie das ja auch, aber ich hab es auch beim 3. mal verstanden... Auf jeden Fall fand ich Jacinda teilweise etwas nervend aufreibend und anstrengend, aber sie war eine gute Seele. Ich konnte eindeutig mit ihr mitfühlen und ihre Handlungen ebenfalls nachvollziehen.
Will war wirklich süß. Anfangs hat er bei diesem nervigen Hin und Her mitgemacht, aber später hat er sich dann für Jacinca entschieden. Ganz besonders hat er mit seinen niedlichen Sprüchen gepunktet, hier ein Beispiel:
"Ich mag deine Schwester. Sehr sogar."
Wie vom Donner gerührt starre ich ihn an.
Er sieht zu mir rüber und wiederholt leise: "Ich mag dich." - Seite 257

Also wenn DAS nicht süß ist, weiß ich auch nicht. Allerdings war mir Will irgendwo auch zu perfekt. Immerhin wächst er in einer Familie mit Drachenjägern auf - er selbst liebt Drachen allerdings. Er ist super niedlich und hält sich selber für schrecklich, was mir schon wieder zu klischeehaft war. Insgesamt würde ich beide Protagonisten als nett, durchaus sympathisch, aber nicht übermäßig toll beschreiben. Genauso sieht es bei den Nebencharakteren aus, die zwar gut gestaltet waren, mir aber definitiv zu sehr an der Oberfläche blieben. Das hätte ich mir definitiv anders gewünscht, denn obwohl auf Jacindas Gefühle wirklich toll eingegangen wurde, blieben die anderen eher zurück. 

Ende:


Leider muss ich sagen, dass das Ende das beste am gesamten Buch war. Ich meine jetzt nicht, weil es endlich vorbei war. Das Ende war spannend, hatte Handlung und die Charaktere haben tiefer in sich einblicken lassen. Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass das die ganze Zeit so gewesen wäre!
Obwohl es kein Cliffhänger war, fragt man sich schon was wohl passieren wird. Allerdings muss sich sagen, dass ich nicht total auf die Folter gespannt bin, ich kann ruhig noch ein wenig bis zum zweiten Band warten.

Fazit:

Ein Buch mit einer tollen Idee, die leider nicht ganz so geklappt hat. Meiner Meinung nach hatte Firelight eher etwas von einem Highschool Drama anstatt einem Fantasy Roman! Trotzdem werde ich wohl den zweiten Band lesen, denn ich will schon wissen, was mit Jacinda und Will passiert. Und wer weiß? Vielleicht steigert sich diese Reihe noch, vorstellen könnte ich es mir. Ich vergebe für dieses Buch 3 fliegende Bücher.

Über den Autor:
Foto © Country Park Portraits
Sophie Jordan wuchs auf einer Farm in Texas auf. Die geheimnisvollen Höhlen in den Bergen inspirierten sie schon früh zu Geschichten über Drachen und Jäger. Bevor sie das Schreiben zum Beruf machte, arbeitete sie viele Jahre als Englischlehrerin. Heute lebt die New York Times-Bestseller Autorin mit ihrer Familie in Houston. Firelight ist ihr Jugendbuch Debüt.
Quelle: Seitenangabe zu Firelight - brennender Kuss

Donnerstag, 5. Januar 2012

Rezension: Die Bestimmung

© cbt Verlag
Produktinformationen:
Titel: Die Bestimmung
Originaltitel: Divergent
Autor: Veronica Roth
Teil einer Reihe? Ja, der 1.
Verlag: cbt
Seitenanzahl: 470
Preis: 17,99 €
Erscheinungstermin: 19. März 2012
Vorbestellen bei: Amazon, buch.de

Inhalt:


Beatrice kann es kaum noch abwarten: In wenigen Tagen ist ihr Eignungstest, dort erfährt sie, in welche Nation sie am besten hineinpasst. Es gibt Altruan für die Selbstlosen, Candor für die, die niemals lügen, Ken, für die Wissen an erster Stelle steht, Amite, die friedlichen, die jedem Konflikt ausweichen und Ferox, deren Angehörige Mut über alles stellen, die Furchtlos sind. Bei Beatice' Test kommt jedoch ein ungewöhliches Ergebnis: Sie ist eine Unbestimmte. Das ist hochgefährlich, obwohl Beatrice nicht weiß warum, und sie darf es niemandem sagen. Schließlich entscheidet sich Beatrice für die Ferox und ist ab diesem Augenblick Tris. Die Aufnahmetests der Ferox sind hart, und langsam begreift Tris, dass es einige Probleme nicht nur in ihrer Fraktion, sondern Fraktionsübergreifend gibt, dass sich vieles verändert hat und große Gefahr ansteht.


Zitate:


Dann, mit einem leisen Aufschrei, den ich nicht unterdrücken kann, strecke ich die Hand aus - und mein Blut tropft zischend auf die Kohlen. Ich bin nicht selbstlos. Ich bin mutig. - Seite 51

... Mein Problem ist wahrscheinlich eher, dass ich, selbst wenn ich nach Hause ginge, nicht dorthin passen würde, zu den Menschen, die geben, ohne lange nachzudenken, und die sich um andere kümmern, ohne lange zu fragen. - Seite 77

"Die Ängste verschwinden also nicht?"
"Manche verschwinden, manche werden durch neue ersetzt." Er hakt seine Daumen in die Gürtelschlaufen. "Aber es geht nicht darum, all seine Ängste loszuwerden. Das ist unmöglich. Es geht darum zu lernen, seine Ängste zu beherrschen und sich von ihnen unabhängig zu machen. Das ist der springende Punkt." - Seite 236

Wer er auch sein mag, ich mag ihn sehr. Jetzt fällt es mir leicht, es einzugestehen, hier im Dunkeln, nach allem, was passiert ist. Er ist weder süß noch liebenswürdig, und schon gar nicht besonders nett. Aber er ist klug und tapfer, und obwohl er mich gerettet hat, hat er mich behandelt, als wäre ich stark. Allein das reicht mir schon. Mehr brauche ich über ihn gar nicht zu wissen. - Seite 284

Jetzt bin ich wieder mehr ich selbst. Mehr brauche ich nicht: Ich muss mir nur sicher sein, wer ich bin. - Seite 340


Meinung:


Sobald ich den Klappentext von Die Bestimmung gelesen hatte, war ich neugierig. Als ich dann anfing zu lesen, war ich begeistert! Innerhalb von Sekunden war ich völlig von dieser Welt eingenommen, innerhalb von einigen Stunden war ich schließlich fertig mit dem Buch.


Aufmachung:


Das Cover finde ich echt schön. Es ist eher schlicht, aber mit einem großen, auffälligem Zeichen, was, glaube ich, das Zeichen der Ferox darstellen soll oder auf jeden Fall mit ihnen zusammenhängt. Ich persönlich hätte es toll gefunden, wenn die anderen Zeichen ebenfalls irgendwo Platz gefunden hätte, immerhin gehören sie auch dazu. Trotzdem gefällt mir das Cover gerade wegen dem schlichtem so gut, es passt einfach zum Buch. Genauso wie der Titel, der, wenn man sich nur konzentriert, ganz schön zum nachdenken anregt. Meine Gedankengänge hierzu werde ich allerdings nicht aufschreiben. Auf jeden Fall ist alles stimmig in seiner Schlichtheit und passt gut zum Buch.


Idee & Umsetzung:


Die Idee der 5 Nationen fand ich aufregend anders. Das ist mal ein völlig neues Szenario, dass die Welt, oder zumindest einen abgegrenzten Teil davon, in Gruppen aufteilt, die sich völlig anders als die übrigen 4 verhalten. Man überlegt sich selber, in welche Nation man wohl am besten passen würde und begleitet Tris in eine der 5. Die Aufnahmeprüfungen fand ich toll, genauso wie die ganze Gestaltung der Ferox. Dort ging es auf jeden Fall brutal zu, was eigentlich das ganze Buch so bleibt. Auf der einen Seite fand ich es gut, denn es war angebracht in der Lage und realistisch. Auf der anderen Seite war es dann doch ein wenig heftig, ich bin an etwas seichtere Bücher, in denen nicht ganz so viele Menschen sterben gewohnt. Trotzdem hat es an der Stimmung nichts weggenommen, sondern eigentlich nur noch drauf gelegt. Die großartige Idee wurde wirklich großartig umgesetzt und hat mich einfach nur begeistert!
Die Liebe zwischen den beiden Protagonisten hat mir ebenfalls zugesagt. Es hat ganz schön lange gedauert, bis die beiden auch nur ihren ersten Annäherungsversuch hatten, aber sie haben einfach toll zusammen gepasst und waren schließlich unglaublich süß zusammen. Und ganz besonders gefallen hat mir, dass Tobias Tris mal zur Abwechslung nicht gesagt hat, sie sei wunderschön, obwohl sie sich doch hässlich findet, denn das kommt wirklich in jedem Buch vor. Tobias hat viel schönere Worte gefunden, um seine Zuneigung auszudrücken und kam so auch viel besser rüber.


Schreibstil:


Veronica Roth weiß ihre Leser zu fesseln. Ab der ersten Seite war ich im Buch drinnen und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Es gibt kleine Verwirrungen, am Anfang musste ich immer nachgucken, welche Fraktion sich denn wie verhält, aber bald konnte ich es im Schlaf aufsagen und mich einfach nur aufs Buch konzentrieren. Die Geschichte wird von Veronica Roths Beschreibungen untermalt, sie bildet ein ganz eigenes, leicht düsteres Szenario. Mir sind besonders die schönen Darstellungen der Personen aufgefallen, die alle unterschiedlich und nicht dem typischen Schönheitsideal entsprachen. Aber auch die Orte wurden so beschrieben, dass man sie sich vorstellen konnte.
Flüssig wird man durch das gesamte Buch geführt, die Spannung ist durchweg da und dreht zum Ende nochmal gehörig auf.


Charaktere:


Ehrlich gesagt bin ich mir bei meiner Meinung über Tris, die Protagonistin, nicht so sicher. Zu Anfang war sie mir mehr als sympathisch, sie war einfach ein Mädchen, dass den Wunsch nach Freiheit hatte und stärker werden wollte. Das könnte genauso gut ich sein. Doch mit der Zeit erreichte Tris ihr Ziel: Sie wurde Stärker. Und ich fand, dass sie so damit auch ein wenig herzlos wurde. Egal was für einen schrecklichen Schicksalsschlag sie erleiden musste, sie gab sich "5 Sekunden der Schwäche" (Ein Zitat, genauso stand es da!) und machte weiter. Das war der Moment, wo es für mich ein wenig unrealistisch wurde, denn Tris wurde zunehmender gefühllos und wahnsinnig egoistisch. Trotzdem konnte ich ihre Handlungen teilweise eins zu eins nachempfinden und -vollziehen, es gab nur einige Momente in denen sie sich meiner Meinung nach schrecklich verhielt. Das schwenkte ebenfalls öfters, so dass ich mich nicht festlegen konnte, ob ich sie nun total sympathisch oder schrecklich finden sollte. Tatsächlich waren die Szenen, in der ich sie wirklich gerne mochte, mit Tobias. Die beiden sind total süß zusammen, sie führten wirklich amüsante Gespräche und waren ein tolles Paar. Sowieso mochte ich Tobias total gerne, die Sympathie wuchs nur noch mehr, je weiter ich bei dem Buch voran kam und er entwickelte sich bald zu meinem Lieblingscharakter in diesem Buch. Aber auch die anderen Charaktere fand ich toll: Tris Freunde bzw. Bekannte von den Ferox sowie ihre Familie hatten alle etwas für sich und waren interessante Personen. Manche blieben etwas an der Oberfläche und ich hätte mir mehr Erklärungen besonders seitens der "Bösen" gewünscht, aber vielleicht folgt das ja noch.


Ende:


Kein Cliffhänger, aber definitiv ein spannendes Ende! Ich frage mich, was wohl als nächstes passieren wird, denn auf den letzten Seiten ist alles offen. Es hat sich definitiv etwas verändert, die große Katastrophe wurde zwar halbwegs abgewehrt, doch man fragt sich wirklich, wie es jetzt noch weiter geht. Der 2. Teil wird sehnlichst erwartet!

Fazit:


Ein tolles Buch, das mich von Anfang an gefesselt hat. Gerade die außergewöhnliche Idee hat mich zum weiterlesen bewegt, ich war einfach nur komplett begeistert. Das Buch kann ich 100 % weiterempfehlen, der zweite Band soll bitte schleunigst kommen! Für dieses Buch vergebe ich 5 fliegende Bücher.


Über den Autor:
© Nelson Fitch
Veronica Roth studierte an der Northwestern University in Chicago Creative Writing. Im Alter von nur 20 schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später Die Bestimmung wurde und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte. Veronica Roth lebt in Chicago.
Quelle: Seitenangabe zu Die Bestimmung

Montag, 2. Januar 2012

Rezension: Delirium [amor deliria nervosa]

Produktinformationen:
Cover Copyright © Carlsen
Titel: Delirium
Originaltitel: Delirium
Autor: Lauren Oliver
Teil einer Reihe? Ja, der 1.
Verlag: Carlsen
Seitenanzahl: 418 Seiten
Preis: 18,90 €
Zu kaufen bei: Amazon, buch.de

Inhalt:


Lena kann es kaum erwarten: Nur noch drei Monate und sie ist geheilt! Endlich kann sie glücklich sein, geheilt von der Krankheit Amor Deliria Nervosa, früher Liebe genannt. Und endlich kann sie alles vergessen und muss sich nicht mehr mit ihren Gefühlen außer einander setzen. Doch plötzlich trifft sie Alex und ihre Welt verändert sich grundlegend: Plötzlich zählt sie die Tage anders und kann sich nicht vorstellen, dass Liebe etwas so schlechtes sein soll, hört auf an das System zu glauben und sieht dessen Fehler. Wird sie sich auf Alex einlassen, obwohl ihr von Geburt an eingebläut wurde, dass so etwas einfach nicht sein darf?



Zitate:



Ich bin niemand besonderes. Ich bin einfach nur ein Mädchen. Ich bin eins siebenundfünzig groß und in jeder Hinsicht Mittelmaß. Aber ich habe ein Geheimnis. Sie können Mauern bis zum Himmel bauen und ich werde doch einen Weg finden, darüber hinweg zufliegen. Sie können mich mit hunderttausend Armen festhalten und ich werde doch einen Weg finden, mich zu wehren. Und es gibt viele von uns da draußen, mehr als ihr denkt. Menschen, die sich weigern, den Glauben aufzugeben. Menschen, die sich weigern, auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren. Menschen, die in einer Welt ohne Mauern leben und lieben. Menschen, die gegen Gleichgültigkeit und Zurückweisung anlieben, aller Vernunft zum Trotz und ohne Angst. - Seite 409/Klappentext


Der Gedanke, dass ich immer noch die Krankheit im Blut habe, gefällt mir nicht. Manchmal kann ich sie regelrecht spüren, wie sie sich in meinen Adern windet wie etwas Verdorbenes. - Seite 7


Manchmal glaube ich, ich habe zwei Ichs, von denen eins direkt über dem anderen dahingleitet: mein Ich an der Oberfläche, das nickt, wenn es nicken soll, und sagt, was es sagen soll, und ein anderer, tiefer liegender Teil, der Teil, der sich Sorgen macht und träumt und "grau"* sagt. Meistens bewegen sie sich synchron und ich bemerke den Spalt zwischen ihnen kaum, aber manchmal fühlt es sich an, als wäre ich zwei völlig verschiedene Menschen und könnte jeden Augenblick auseinander brechen. - Seite 51 *: Das mit dem grau versteht man nur, wenn man das Buch gelesen hat.


Das Leben ist seltsam. Es schleppt sich weiter dahin, blind und unbewusst, selbst wenn deine kleine private Welt sich dreht und verändert oder ganz auseinander bricht. Heute hast du noch einen Platz und einen Weg; morgen hast du dich im Dickicht verirrt.
Und trotzdem geht die Sonne auf und Wolken ballen sich zusammen und treiben vorüber. Da wird dir bewusst, dass das meiste davon - vom Leben, der unaufhörlichen Existenz, nichts mit dir zu tun hat. Es schließt dich überhaupt nicht mit ein. Es wird weiterdrängen, selbst wenn du über die Kante gesprungen bist. Selbst wenn du tot bist. - Seite 285

Meinung:


Endlich! Sobald ich von Delirium erfahren habe, wollte ich es haben. Lauren Oliver steht schon länger auf der Liste mit Autoren, von denen ich etwas lesen will und da ich der absolute Dystopien Fan bin, bietete sich dieses Buch an. Und jetzt kann ich auch von mir behaupten, dass ich infiziert bin! Ja, ich habe amor deliria nervosa und kann das erscheinen des zweiten Bandes kaum abwarten!
  
Aufmachung:


Ich muss gestehen, dass ich das Cover nicht so schön fand. Der Schriftzug hat mir sehr gut gefallen, aber das Mädchen fand ich irgendwie nicht so schön. Da hat mir das schlichte englische Cover im Taschenbuch Format viel besser gefallen, da es einfach Lena ist. Genauso habe ich mir Lena vorgestellt. Nach dem lesen muss ich allerdings sagen, dass das deutsche Cover perfekt passt! Sicher, dass dort überall das Wort Liebe hingekritzelt ist fand ich schon vor dem lesen nett anzusehen und hat das Cover noch ein wenig gerettet, aber jetzt ergibt es Sinn. Es passt perfekt zum Buch und hat echte Bedeutung. Ich finde es viel schöner als vor dem lesen und nun ist es das Buch, dessen Cover mit am besten zum Buch passt!
Zudem wurde zu Anfang jedes Kapitels ein Auszug aus Büchern, Gedichten etc. der Regierung eingebunden. Ein wirklich schönes Detail, was einem die Auswirkungen der "Krankheit" noch einmal vor Augen führt und einen immer wieder erschaudern lässt.


Idee & Umsetzung:


Die Idee ist noch nie dagewesen und völlig neu. Und mich persönlich hat es begeistert! Das ausgefallene Szenario Lauren Olivers hat mich in den Bann gezogen, denn obwohl es Züge vom allbekannten Dystopie Szenario besitzt (die Regierung besitzt die alleinige Macht, die Bürger ahnungslos etc.), war es wieder total eigen. Die Menschen verhalten sich völlig anders, das ganze System ist anders. Es war erschreckend und ich konnte es mir doch irgendwie vorstellen. Insgesamt war diese Dystopie endlich mal etwas neues, stimmig und einfach gut!
Trotzdem war mir die Liebe zwischen Alex und Lena ein wenig zu heftig. Durch die Krankheit wurde es verständlicher, aber die existiert, so wie ich das verstanden habe, ja nicht wirklich. Von daher war Lena einfach besessen von Alex, nicht nur verliebt. Da er allerdings der einzige und vor allem erste Junge war, mit dem sie je Kontakt hatte, konnte ich es wieder etwas nachvollziehen. Trotzdem wurde ich von Lenas Besessenheit teilweise abgeschreckt und fühlte mich ein wenig überrumpelt.


Schreibstil:


Lauren Oliver schreibt wunderschön. Sie hat es auf einzigartige Weise geschafft, Orte und Momente zu verfassen, die man gerne selber sehen bzw. erleben würde. Kurz um: Ich war ganz verliebt in ihre Darstellungen! Und ganz nebenbei hat es Lauren Oliver noch geschafft, einen locker leicht durch das Buch zu führen, obwohl es nicht immer spannend war. Es war auf keinen Fall langatmig, aber eben auch nicht bis zur Sehne spannend. Trotzdem konnte ich, als ich richtig im Buch drinnen war, nicht mehr aufhören zu lesen und habe das Buch in einer Nacht durch gelesen. Öfter mal gab es die Frage: Schlafen oder lesen?, wobei ich mich immer für lesen entschieden habe. Völlig flüssig und am Band wurde man von Ereignis zu Ereignis geführt und wurde dabei nie überrumpelt. Lauren Oliver weiß definitiv wie man mit Worten umgeht!
Mit der Übersetzung war ich sowie ich das einschätzen kann, zufrieden. Das Buch habe ich in Englisch angelesen, und die Vergleiche die ich dadurch ziehen konnte waren gut.


Charaktere:


Mit Lena, der Protagonistin, war es für mich Anfangs ein wenig schwer. Ihre Gedanken waren so sehr von System eingenommen, und wovon ich Anfangs fasziniert war wurde mir dann zu sehr runtergebetet. Sobald Lena einen halbwegs interessanten Gedanken hatte, hat sie ihn verdrängt. Trotzdem war Lena mir auf ihre Art sympathisch, und zwar dadurch, dass sie so viele Schwächen hat. Sie hat oft Angst, sie ist niemand besonderes und sie versucht ihren Weg zu finden. Und das mochte ich schließlich an ihr. Das hat mich dazu gebracht, mit ihr mitzufühlen und sie so real werden lassen. Zum Teil hatte sie wirklich interessante Gedankengänge (ich spiele hier auf ihre "2 Ichs" an, siehe Zitate), was das ganze nur noch abgerundet hat.
Alex hingegen ist so ein typischer Traumtyp. Ich hab mich gefragt, woher er seine gute Laune nimmt, die echt immer da war. Aber er war einfach zum niederknien süß, sein Verhalten hat mich immer wieder aufseufzen lassen, schlicht: Ich konnte verstehen, warum Lena ihn so gerne mag!
Hana, Lenas beste Freundin, mochte ich ebenfalls sehr gerne. Obwohl es leider alles ziemlich auf der Oberfläche blieb, war sie mir echt sympathisch. Lenas Familie hingegen fand ich grauenvoll! Schließlich hatten sie alle ihren Eingriff hinter sich und waren so schrecklich gleichgültig, erst ihr Verhalten hat mir gezeigt, wie der Eingriff bei den Menschen wirkt.


Ende:




Ich bin gefoltert! Ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht. Lange habe ich nicht mehr ein so spannendes Ende gelesen, man fragt sich, was die Protagonistin jetzt tun wird, sie ist einer völlig neuen Lage und ihre Welt steht auf dem Kopf. Man macht sich um andere Personen Sorgen und bangt, dass es ihnen gut geht. Ich kann den 2. Teil wirklich kaum abwarten!

Fazit:


Mit Delirium wurde eine wunderbare neue Welt geschaffen, deren Charaktere sofort ins Herz treffen. Man hat mitgefühlt und die von Lauren Olivers wunderbar gestaltete Welt und ihre Geschichte hat einen mitgerissen. Trotz einiger Mäkel habe ich nach beenden dieses Buches diese Begeisterung gespürt, wie sie nur bei manchen Büchern da ist. Ich gebe Delirium 5 fliegende Bücher.

Über den Autor:
Foto Copyright © Privat

Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Dort bestand ihr Beitrag hauptsächlich darin, die Kleiderordnung zu missachten und immer wieder den Drucker kaputt zu machen. Lauren Oliver lebt in Brooklyn. Nach Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie erscheint nun ihr zweiter Roman bei Carlsen.
Quelle: Seitenangabe zu Delirium