Donnerstag, 17. Mai 2012

Blogpause

Okay, ich muss euch nun etwas mitteilen. Etwas, was mir selber schwer fällt. Inzwischen ist es für mich vollkommen normal, jedes mal, wenn ich am Computer bin, hier auf Blogspot rumzugeistern. Allerdings habe ich gerade meinen Terminplan für die nächsten Wochen angesehen und fast einen Nervenzusammenbruch bekommen. Prüfungen nächste Woche, Aufsätze und Vorträge übernächste. Ich weiß so schon nicht, wie ich das schaffen soll. Mein Terminplaner hat in den nächsten Tagen entweder "LERNEN!", "[Füge beliebiges Fach ein]-Referat vorbereiten" oder "Treffen mit [Füge beliebige Mitschüler ein], um für die [Füge Beliebiges Fach ein]-Prüfung vorzubereiten" eingetragen. Da habe ich beschlossen, eine Pause einzulegen. Diese wird den gesamten Mai gehen, die Deadline für den letzten Vortrag liegt nämlich beim 30.5. Ich war ja gerade dabei, wieder ein wenig aktiver beim Bloggen zu werden, und es tut mir schrecklich leid, dass ich schon wieder auf Tauchstation gehe. Aber nach dieser Zeit werde ich voll zuschlagen, das habe ich mir selber und nun auch euch versprochen.
Im Mai wird also weder ein Post, noch Kommentare beantwortet. Mails lese ich wohl auch nicht.
Dann bleibt mir nur noch eine letzte Entschuldigung zu sprechen, auf ein baldiges Wiedersehen im Juni!

Samstag, 5. Mai 2012

Abgebrochen: Die Gilde der schwarzen Magier Reihe

Quelle
Es ist gelaufen. Und zwar endgültig. Ich kenne viele Leute, die dieser Reihe viel abgewinnen können, doch mir geht es definitiv nicht so. Obwohl ich die Kreativität, die gut ausgearbeitete Welt und die schönen, interessanten Charaktere durchaus zu schätzen weiß, finde ich es... zum gähnen. Null Spannung, die Seiten ziehen sich bis ins endlose. Bis jetzt habe ich den ersten Band vollkommen und den zweiten bis zur hälfte gelesen, bevor ich aufgab. Für mich ist diese Reihe wohl nichts.
Gab es jemanden, dem es genauso ging? Oder seid ihr sehr große Fans der Reihe, und ich sollte es doch noch einmal versuchen? Wird es vielleicht besser? Kommentiert diesen Post mit eurer Meinung, vielleicht probiere ich es doch noch einmal ... irgendwann.

Rezension: Engelsnacht

Cover © cbt
Produktinformationen:
Titel: Engelsnacht
Originaltitel: Fallen
Autor: Lauren Kate
Teil einer Reihe? Ja, der 1.
Verlag: cbt
Seitenanzahl: 444 Seiten
Preis: 8,99 € (Taschenbuch)
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Inhalt:
Nach einem schrecklichen Unfall muss die 17 jährige Luce auf ein Internat für schwer erziehbare Jugendliche. Dort trifft sie den mysteriösen Daniel Grigori, für den sie gleich bei ihrer ersten Begegnung starke Gefühle hegt, und sich vollkommen sicher ist, ihn schon einmal gesehen zu haben. Doch Daniel streitet nicht nur die vorherige Begegnung ab, er scheint sie auch noch zu hassen. Ganz anders als Cam, Luces charmanten Mitschüler, der ihr die gewünschte Aufmerksamkeit schenkt. Luce ist vollkommen verwirrt durch ihre Gefühle für beide Jungen, und auf ihrer Suche nach der Wahrheit kommt sie langsam einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur, ihrer eigenen Vergangenheit, sowie Daniels wahrem Hintergrund und dem Grund, warum er sie zu hassen scheint.

Zitate:
Solange ich mich erinnern kann, habe ich die Schatten gesehen. Dunkle, tanzende Silhouetten, die immer um mich waren. Jetzt, an meiner neuen Schule, sind sie noch stärker geworden. Manchmal glaube ich, nur ein Schutzengel kann mich noch retten. Aber ich habe niemals an Engel geglaubt. Bis ich IHN traf ... - Klappentext


Sie schmiegte ihr Gesicht an seine Schulter. Die Wahrheit machte ihr immer noch Angst, aber in seinen Armen fühlte sie sich wie die Welle, die endlich an die Küste schlägt, wie ein Reisender, der nach einer langen, gefährlichen Reise endlich die Heimat erreicht - sie fühlte sich zu Hause angekommen. - Seite 384


So viel Hoffnung in die Kraft der wahren Liebe - von der sie selbst gerade erst eine Ahnung bekam - zu setzen, war das nicht naiv? Wahre Liebe schön und gut, aber konnte man damit eine Schlacht gewinnen? - Seite 412


Sie wollte jetzt kämpfen. Sie würde an seiner Seite stehen und dafür kämpfen, ein erfülltes Leben mit ihm führen zu können. Sie würde kämpfen, damit überdauerte, was einzig und allein alle Gefahren und allen Kampf wert war. Die Liebe. - Seite 441


Meinung:
Engelsnacht ist eines dieser berühmteren Büchern, die mir zu Anfang komplett unsympathisch waren. Trotzdem verspüre ich immer diesen Drang, gerade solche Bücher zu lesen und mir selber eine Meinung zu bilden. Nachdem ich Engelsnacht beendet hatte, war meine Meinung auf jeden Fall stark verbessert. Trotzdem habe ich ein oder andere Kritikpunkte, die ich euch nun aufzählen möchte.

Aufmachung & Details im Buch:
Obwohl das Cover so gar nicht nach meinem Geschmack ist, sehe ich an, wie schön es ist. Es gibt die Stimmung des Buches gut wieder. Ich bin trotzdem eher der Meinung, dass das Mädchen auf dem Cover kurze Haare haben sollte, so wie die Luce aus diesem Buch.
Im Buch konnte ich keine Details entdecken, außer kleinen Engelsflügeln, die man an jedem Anfang eines Kapitels entdecken konnte. Allerdings besitze ich auch das Taschenbuch, vielleicht ist die gebundene Ausgabe weiter verziert, könnte ja durchaus sein.

Idee & Umsetzung:
Der Prolog ist typisch für ein Fantasybuch. Stark verwirrend, voller Geheimnisse und viele Andeutungen. Dieser Prolog, und der eindeutige Titel, machten es für mich bald klar, was dort im groben passierte. Ganz im Gegenteil zu Luce, die fast das gesamte Buch vollkommen verwirrt herumrätselte. Ich persönlich kann es gar nicht leiden, wenn der Leser die Antwort schon lange kennt, während der Protagonist im dunkeln umherirrt. Für mich nahm es eindeutig viel von der Spannung, und hätte man das Buch anders aufgebaut, hätte es um einiges besser sein können. Ansonsten hat mir die Idee sehr gut gefallen. Für mich war es etwas altbekanntes, verbunden mit etwas neuem, frischem.

Schreibstil:
Lauren Kates Schreibstil hat mir gut gefallen. Teilweise ist ihre Sprache recht gehoben, besonders bei gewissen Personen oder Erinnerungen. Schwierig fand ich ihn allerdings nicht. Kate gelang es gut, die Gefühle der Protagonisten wiederzugeben, genauso wie sie Orte schön beschreiben konnte. Allgemein hat mir Lauren Kates Schreibstil gut gefallen, hatte für mich allerdings nichts umwerfendes.

Charaktere:
Über Luce, die Protagonistin, bin ich irgendwie geteilter Meinung. Zum einen war sie mir durchaus sympathisch, ich konnte ihre Gefühle stets gut nachvollziehen, ihre Handlungen waren zwar nicht immer so ersichtlich, aber ich war nie komplett entsetzt über die Dinge, die sie getan hat. Zum anderen, ich muss es leider sagen, ging sie mir ein wenig auf die Nerven. Sie hatte die blödeste Rolle im ganzen Buch, denn sie war niemals wirklich auf dem laufenden. Während ich mich, und alle anderen, an ihrer Stelle verrückt gemacht hätte, akzeptierte sie das, fragte sich allerdings dennoch die ganze Zeit, was denn hier nur los ist. Auf die Dauer ging mir das wahnsinnig auf die Nerven.
Auch hier gab es ein Dreierdebakel, in dem Luce sich entscheiden musste. Daniel oder Cam, Cam oder Daniel? Obwohl ich langsam von solchen Büchern wirklich die Schnauze voll habe, fande ich es in diesem Buch nicht ganz so nervenaufreibend, was wohl mit der Hintergrundgeschichte der drei zutun hat.
Daniel und Cam sind, wie es meistens so ist, völlig verschiedene Typen. Der eine ist verschlossen, aber auf der guten Seite, verletzlich und sehr süß. Der andere hat etwas bedrohliches, was Luce allerdings anziehend findet. Nicht gerade etwas bahnbrechendes, was man noch nie gelesen hat. Der Leser muss für sich selber entscheiden, wen er besser findet. Ich persönlich bin mir noch uneinig, wen ich denn nun favorisiere.
Die Nebencharakter wirken auf den ersten Blick ein wenig platt, verstecken allerdings eindeutig viel mehr in sich. Gegen Ende des Buches kommt heraus, wer doch noch einiges in der Hinterhand hat (so gut wie jeder in diesem Buch!), und was es mit sich auf hat. Mein Lieblingscharakter ist nebenbei gesagt Gabbe. Ich bin gespannt, was es noch so mit ihr auf sich hat!

Ende:
Leider muss ich sagen, dass mir das Ende am besten gefallen hat. Es kommt endlich ein wenig Schwung herein, die Spannung steigt und es werden endlich - Halleluja! - einige Rätsel gelöst. Einige, nicht alle. Deswegen will ich ja auch so bald wie möglich die Fortsetzung lesen.

Fazit:
Ich glaube, dass Engelsnacht um einiges besser sein könnte. Das Potential wurde nicht vollkommen ausgeschöpft, allerdings glaube ich, dass der zweite Band dazu durchaus in der Lage sein könnte. Für dieses Buch vergebe ich jedenfalls 6,5 kleine Elfies, das wären 3,25 Sterne im normalen System. Trotzdem würde ich das Buch eher mit 4 Sternen bewerten, die hat es eher verdient, als 3.

Neuzugänge 2012 #2

Hallo ihr Lieben! Ich weiß, ich bin fürchterlich unaktiv in letzter Zeit. Prüfungsstress und viele andere Dinge strapazieren meine Nerven - und vor allem meine Zeit. Trotzdem bin ich relativ gut am lesen, nur nicht eben am posten. Ich habe gleich drei Bücher von verschiedenen Verlagen zugesandt bekommen, die ich euch nun präsentieren möchte. Ich persönlich freue mich auf jedes einzelne Buch, sie klingen alle toll und ganz nach meinem Geschmack.

Vielen, vielen Dank an die Verlage Egmont Ink, Pan und Heyne fliegt!
Es folgen bald noch mehrere Rezensionen und verschiedene Beiträge, die noch auf meiner Liste stehen. Im Moment schreibe ich an der Rezension zu Engelsnacht von Lauren Kate. 
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

Sonntag, 22. April 2012

Rezension: Ruht das Licht

Cover © Script5 Verlag
Produktinformation:
Titel: Ruht das Licht
Originaltitel: Linger
Autor: Maggie Stiefvater
Teil einer Reihe? Ja, der 2.
Verlag: script5
Seitenanzahl: 399 Seiten
Preis: 18,90 €
Kaufen?

Inhalt:
Vorsicht, dieser Text enthält Spoiler! Solltet ihr den ersten Band dieser Reihe noch nicht gelesen haben, rate ich euch vom lesen dieser Rezension ab.


Sam hat es geschafft, den Wolf in sich zu besiegen. Er ist zu Grace zurückgekehrt, und die beiden wollen nun endlich ein neues, normales Leben anfangen. Während im vergangenen Jahr Sam darum kämpfte, ein Mensch zu bleiben, ist es nun an Grace, sich an ihren menschlichen Körper zu klammern. Obwohl sie lange davon verschont bliebt, schreit der Wolf in ihr nun nach seiner endlichen Befreiung. Grace versucht sich verzweifelt dagegen zu wehren, im Gegensatz zu Cole: Dieser wünscht sich nichts mehr als die endliche, endgültige Verwandlung. Bevor er das nicht geschafft hat, versucht er, jeden in seinem Umfeld zu verletzten. Dabei trifft er auf Isabel, die etwas völlig Neues in ihm weckt...

Zitate:


Dies ist die Geschichte eines Jungen, der ein Wolf war, und eines Mädchens, das zu einem wurde. - Seite 7


Dies ist eine Geschichte über Liebe. Ich wusste nicht, dass es so viele Arten von Liebe gibt, und auch nicht, was Menschen aus Liebe alles tun. Ich wusste nicht, dass es so viele Arten des Abschiedes gibt. - Seite 8


"Ich denke darüber nach, mich umzubringen." ... "Ja, dachte ich mir schon. Warum sagst du so was überhaupt? Willst du, dass ich es dir ausrede? Der Einzige, der dir das aus- oder einreden kann, bist doch du selbst." - Seite 255


"In diesem Moment habe ich dich so geliebt, Sam Roth." Über meine Haut lief ein Schauder. Ich schluckte. Ich wusste ja, dass sie mich liebte, aber sie sprach es fast nie aus. Das allein hätte mir als Geburtstagsgeschenk gereicht. - Seite 112


Meinung:
Ich bin ganz verliebt in die Geschichte von Sam und Grace. Eigentlich mag ich es nicht, wenn die Romantik der Fantasy die Show stiehlt, doch bei den Wölfen aus Mercy Falls wurde alles so wunderschön aufgezogen. Mir hat der zweite Band noch um einiges mehr als der erste gefallen, denn hier bekam die Fantasy wieder eine etwas größere Rolle. Es wurde ein Gleichnis geschaffen, dass mich über das ganze Buch hin begeisterte.


Aufmachung & Details im Buch:
Das Cover von Ruht das Licht ähnelt stark seinem Vorgänger, nur das diesmal alles in winterlichen Farben gehalten ist. Im Umschlag des Buches sind anstatt Blütenblättern nun Schneeflocken, alles ist in verschiedenen Blautönen gehalten, abgesehen von kleinen Details, die dadurch noch mehr herausstechen. Auch der Titel hat mir von der Gestaltung und, von der Bedeutung, gut gefallen. Der Satz, von dem wir inzwischen ja nun wissen, dass er "Nach dem Sommer ruht das Licht in deinen Augen" ergibt, wird weitergeführt. Für mich ist es jedenfalls ein Satz, vielleicht habe ich das aber nur reininterpretiert. Mir gefällt die Idee, die Lösung sozusagen erst durch den dritten Band zu erhalten, das gleicht sich mit dem Inhalt des Buches.
Etwas enttäuscht war ich durch das Fehlen der Gradangaben. Mir persönlich haben sie gut gefallen, und auch wenn sie im zweiten Teil etwas weniger Sinn als im ersten gemacht hätten, wäre es doch schön gewesen, sie da zu haben. Allerdings nur ein kleiner Minuspunkt in der sonst sehr schönen Aufmachung.

Idee & Umsetzung:
Die Trilogie um Sam und Grace war für mich schon immer mehr romantischer Natur als Fantasy. Wie schon erwähnt, stört mich so etwas eigentlich extrem, für mich sollte die Fantasy im Vorder- und die Natur im Hintergrund stehen. Bei diesen Romanen stört es mich allerdings nicht wirklich. Denn die Liebe wird hier so schön dargestellt, dass man gar nicht anders kann, als sie vor die Fantasy zu stellen. Es wirkt niemals unnatürlich oder kitschig, sondern einfach nur ehrlich.
Und doch kommt die Fantasy im zweiten Band eine etwas größere Rolle als in dem Vorgänger. Natürlich hat sich die Geschichte nicht geändert, es sind nur neue Details hinzugekommen. Durch das lösen eines Rätsels, was besonders gegen Ende stark im Vordergrund stand, kam zusätzliche Spannung hinzu. Man hat sich gefragt, was es denn nun wirklich mit dem Wolfsvirus auf sich hat.
Was die Umsetzung der Idee angeht, hat sich Maggie Stiefvater noch um einiges gesteigert, für mich eindeutig besser umgesetzt als in Nach dem Sommer.

Schreibstil:
Im Gegensatz zum vorigen Band wird die Geschichte nun aus vier Sichten erzählt: Wie gehabt Sam und Grace, allerdings auch aus der Sicht von Isabel und Cole. Man könnte meinen der ständige Perspektivenwechsel könnte einen anstrengen, doch mir hat es gefallen. Man konnte die Geschehnisse aus ganz verschiedenen Seiten sehen und sie so besser in sich aufnehmen.
An Maggie Stiefvaters Stil hat sich an sich nichts geändert. Ich kann nicht sagen, dass ich ein riesen Fan ihres Schreibens bin, allerdings auch Niemand, der ihn auch nur ansatzweise schlecht findet. Das ganze Buch hindurch lässt sich flüssig lesen, ich bin über nichts gestolpert. Die Wortwahl ist weder zu gehoben noch zu einfach, sondern einfach natürlich. Besonders schön fand ich die Beschreibungen von Orten und Gefühlen, die zum Beispiel durch Gerüche oder ähnliches ergänzt wurden. So konnte man sich die Stimmung des Ortes viel besser vorstellen, und bei Gefühlen denken; "Ja, das kenne ich". Das alles hat mich das Buch viel besser lesen lassen.

Charaktere:
Ich glaube, zuerst sage ich etwas über die vier Protagonisten. Angefangen mit Grace: Sie war mir noch sympathischer als im ersten Band! Früher war sie das Mädchen, dass in den Jungen mit den riesigen Problemen verliebt war. Obwohl sie durchaus einige Kleinigkeiten in ihrem Leben hatte, die nicht stimmten, war ihr Leben insgesamt ziemlich schön. Alles was man von ihr erfuhr, war, wie sehr sie Sam liebt. In diesem Teil war das komplett anders. Grace wurde um einiges interessanter, tiefgründiger. Ich war nicht mehr gelangweilt, sondern interessiert an ihren Gedanken. Meines Erachtens hatte sie sich durch Sam verändert, ist ihm ähnlicher geworden. Der sich allerdings auch weiterentwickelt hat. Das fand ich so schön an den beiden: Eigentlich hat sich nicht viel verändert, man merkt nur, dass sie sich weiterentwickelt haben.
Und da wären noch Isabel und Cole. Schon im ersten Teil habe ich Isabel geliebt! Ich habe einfach eine Schwäche für solche Charaktere, die sich von außen hin stark geben, obwohl sie eigentlich sehr verletzlich und traurig sind. Isabel war ein Paradebeispiel für solche Charaktere, ich habe die Abschnitte aus ihrer Sicht geliebt. Ihren inneren Konflikt fand ich am interessantesten, ihre Sprüche am lustigsten, ihre Art am verlockendsten. Definitiv mein Lieblingscharakter im gesamten Buch!
Cole fand ich aber extrem interessant. Er ist klar ein extrem kaputter Mensch, der schon einiges schlimmes erlebt hat. Würde ich ihn persönlich kennen, würde ich ihn wohl hassen, doch dieses arrogante Verhalten in Verbindung mit seinen privaten Gedanken, haben ihn extrem interessant gemacht.
Alle vier Charaktere waren toll und einzigartig. Ich konnte jedes Gefühl nachvollziehen, jeden Schmerz, jede Sorge, jede Freude. Ich habe mich nie gewundert, warum der eine jetzt Dies und Das getan hat, es machte einfach Sinn. Ich steckte perfekt in jeder einzelnen Figur, natürlich in der einen mehr als in der anderen, aber das heißt nicht, dass ich eine komplett unsympathisch fand, auf gar keinen Fall.

Ende:
Auf jeden Fall ein sehr spannendes Ende. Es gibt ein ziemliches Drama, Rätsel werden aufgedeckt und gleichzeitig werden neue Fragen gestellt. Als Leser fragt man sich, was wohl jetzt passieren könnte, wie es die Protagonisten schaffen, da nur rauszukommen. Ich kann den nächsten Band kaum abwarten.

Fazit:
Um es ganz kurz zu sagen: Viel, viel besser als der Vorgänger! Eigentlich fällt mir kein negatives Wort zu diesem Buch ein. Die pure Begeisterung, die mir schon im ersten Buch fehlte, ist hier zwar nicht komplett ausgebreitet, aber in Ansätzen vorhanden. Elfie ist 9 mal wild im Raum herum geflogen, das machen 4,5 Sterne im normalen System. In Hoffnung auf die absolute, 100 % Begeisterung runde ich auf 5 Sterne auf, mir fällt einfach nichts wirklich ein, wofür das Buch einen Punkteabzug verdient hätte!

Über den Autor:
Foto © Kate Hummel
Maggie Stiefvater, geboren 1981, hatte glücklicherweise immer Schwierigkeiten, ihren Hang zu Tagträumereien und Selbstgesprächen mit ihren Jobs zu vereinbaren. Anstatt also als Kellnerin, Kalligrafielehrerin oder technische Redakteurin zu arbeiten, versuchte sie es mit der Kunst. Heute lebt sie als erfolgreiche Musikerin, Malerin und Autorin in Virginia, ist verheiratet, hütet zwei kleine Kinder sowie zwei neurotische Hunde und hofiert eine verrückte Katze. Ruht das Licht ist der zweite Band ihrer Trilogie um die Wölfe von Mercy Falls.
Quelle: Seitenangabe zu Ruht das Licht