Samstag, 15. Oktober 2011

Rezension: House of Night 06 - Versucht

Ich habe lange überlegt, wie ich das mit der Rezension/den Rezensionen zu der HoN Reihe händle, aber habe mich jetzt einfach entschieden, ab dem 6. Band zu rezensieren. Es ist nicht ganz glücklich, aber 1 - 5 ist einfach schon zu lange her, so dass ich keine guten Rezensionen dazu schreiben könnte.

Cover Copyright © Fischer FJB
Produktinformationen:
Titel: House of Night - Versucht
Autoren: P.C. Cast und Kristen Cast
Teil einer Reihe: Ja, der 6.
Verlag: Fischer FJB
Seitenanzahl: 597
Preis: 16,95 €
Zu kaufen bei: Amazon, buch.de

Inhalt:

Vorsicht, Spoiler! Zum lesen makieren.
Nachdem Zoey und ihre Freunde Kalona und Neferet fürs erste vertreiben konnten, herrscht keineswegs Frieden im House of Night. Kalonas Zauber hat sich bei Zoeys Mitschülern tief festgesetzt, aber auch zwischen den Freunden gibt es Streitereien. Stevie Rae häuft immer mehr schreckliche Geheimnisse an, bis sie ihr langsam über den Kopf wachsen. Doch auch Zoey ist überfordert: Anstatt sich voll und ganz auf ihren Gegner zu konzentrieren, den sie besorgniserregend anziehend findet, muss sie sich mit 3 verschiedenen Jungs herumschlagen. Und das, obwohl es langsam auf die alles entscheidene Schlacht zugeht.. 


Meinung:


Inzwischen ist das Autorenduo bei ihrem 6. Band angekommen, und, meiner Meinung nach, wird es immer besser und besser!
Der Schreibstil hat sich seit dem 1. Buch nicht groß verändert, er ist unverändert einfach, aber gut. Er ist flüssig und bringt einen gut durch den Verlauf der Geschichte. Die verschiedenen Sichten sind ein Highlight und haben das Buch aufgepeppt, denn ehrlich gesagt glaube ich, nur Zoeys Sicht hätte mich ein wenig gelangweilt. Ein wenig gestört hat mich allerdings, dass aus Zoeys Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben wurde, bei den weiteren Personen allerdings aus der Er/Sie/Es-Perspektive erzählt wurde. Meiner Meinung nach hätte man sich für eine Perspektive entscheiden sollen, das hätte alles abgerundet.
Die Story an sich finde ich gut. Meiner Meinung nach ist es seit Kalona sogar noch besser geworden, denn vorher ging es ja eigentlich nur um den Alltag eines Vampirs im House of Night, mit Kalona als Gegner wird das ganze spannender. Allerdings frage ich mich, wie lang diese Buchreihe noch gehen wird. Ich finde ja schon 6 Bücher ein wenig viel, aber es ist ja noch lange nicht zu Ende. Ich bin mir nicht sicher, wie viele Teile es noch geben wird, aber ich hoffe einfach, dass wenn Zoey ihre Gegner besiegt hat, Schluss ist. Man sollte es einfach nicht übertreiben.
Die Charaktere mag ich alle unheimlich gerne. Sie sind kreativ und sehr liebenswert, besonders Zoeys Freunde mag ich. Eigentlich finde ich sie weit aus sympathischer als Zoey, die mich langsam zu nerven beginnt.  Mir sind schon weitaus unsympathischere Protagonistinnen, denn ich kann mich zwar ganz gut mit Zoey identifizieren und kann ihre Entscheidungen verstehen, allerdings ist sie, meiner Meinung nach, auch ein wenig Ichbezogen und leicht aufbrausend.

Fazit:


Ein gutes Buch und eine würdige Fortsetzung für die Reihe.

Über die Autoren:


P.C. und Kristin Cast sind Mutter und Tochter und leben beide in Tulsa. P.C. Cast unterrichtet Hochschulenglisch, hat allerdings schon viele eigene Buchreihen vor der House of Night Reihe herausgebracht. Kristin Cast studiert im Moment Veterinärmedizin.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Phyllis_Christine_Cast & http://de.wikipedia.org/wiki/Kristin_Cast

Problem bei der Kommentarfreigabe auf den Seiten

Alsoo, ich hätte da ein kleines Problem. Bis gestern konnte man problemlos Kommentare ebenfalls auf meinen einzelnen Seiten (Rezensionen, SUB, Wunschliste,..) hinterlassen. Gestern bearbeitete ich meine Seiten, und stellte fest, dass man nach dem speichern keine Kommentare mehr hinterlassen konnte. Ich versuchte es bis jetzt es mehrfach zu beheben, doch es klappte kein einziges mal.
Geht es vielleicht jemandem genauso? Und hat eine Lösung dafür? Ich würde es wirklich gerne wieder wie gehabt haben, besonders bei der Seite "Wunschliste" liegt es mir am Herzen.

Alles Liebe,
Elle

Freitag, 14. Oktober 2011

Zitate: Kein Happy End

Hier also einige Zitate aus dem Buch Kein Happy End. Es war ziemlich schwer, weil man für die meisten Zitate tiefer im Buch drinnen sein muss, und ich auch so einiges verraten hätte. Ich habe versucht, so allgemeine Zitate wie möglich aufzuschreiben.

*

Ich weiß nicht, was die Wahrheit ist oder wer sie hören will, aber ich weiß, was geschehen ist. Wenn euch meine Geschichte manchmal wirr vorkommt, dann liegt das daran, dass auch in meinem Kopf ein ziemliches Durcheinander herrscht. Und daran, dass im Leben nicht erst die eine Sache passiert und dann die nächste, alles fein säuberlich hintereinanderweg wie bei einer Parade, in logischer Abfolge, die schließlich zum Happy End führt.

*

Das mit den Tabletten fing bei mir in der fünften Klasse an, als ich bei einem Film, den wir im Unterricht angeschaut haben, eingeschlafen und laut keuchend hochgeschreckt bin. Auf dem Bildschirm war gerade ein riesiger Löwe zu sehen. Es war einer dieser "Und-wenn-sie-nicht-gestorben-sind-dann-leben-sie-noch-heute"-Filme, die stets gut ausgehen und die ich hasse wie die Pest. Seit damals habe ich mir diesen Film zehnmal angeschaut, um zu verstehen, was da mit mir passiert ist. Aber alles, was ich kapiert habe, ist, dass ich anders ticke als die anderen. Manchmal habe ich das Gefühl, Gottes Hand hätte mich berührt - oder irgendeine andere Art von höheren Wesen -, und wenn ich nur gut genug hinhöre, dann kann ich seine Worte verstehen.

*

Ich würde jetzt gerne erzählen, dass wir über unser verworrenes Leben sprachen und uns Zitate toter Philosophen und Theologen um die Ohren hauten, als wir so dasaßen und der Tag langsam heraufzog, aber in Wirklichkeit tranken wir stumm unser Bier. Und zum ersten mal hatte ich keine Angst.

*

"Hab Glauben, hab Vertrauen!", sagte Emily in der Hoffnung, dass ihr fester Glaube an das Gute den Mann würde heilen können. Sie war der Ansicht, dass guten Menschen auch gutes widerfährt. Manchmal hasste ich diesen Funken von Naivität an ihr - zum Teil, weil ich selbst gerne so ein Gottvertrauen gehabt hätte, vor allem aber, weil es nichts brachte. Sehen wir der Wahrheit doch mal ins Gesicht: Die meisten Leute sind "gut" in dem Sinne, dass sie andere nicht absichtlich überfahren oder sie entführen oder auffressen. Aber wie soll mir ein Ausspruch wie "Hab Glauben, hab Vertrauen!" helfen, jeden Morgen die Augen aufzuschlagen oder meinen Schuhen nach draußen zu folgen?

*

"Ich habe erzählt, mein Dad wäre mit mir zum Eisfischen auf einem kleinen Weiher im Letchworth State Park gefahren und dass ich im Eis eingebrochen und untergegangen wäre. Ich sagte, ich hätte immer wieder versucht, zum Loch zurückzugelangen, es aber nicht finden können, bis Dad die Eisdecke mit einem kräftigen Sprung zerbrochen und mich gerettet hätte."
Ich lachte. "Die Geschichte könnte von mir sein."
"Ja, ich weiß. Aber ich träume das immer wieder. Nur dass mich in meinem Albtraum keiner rettet und ich aufwache und nur ins dunkle Nichts greife."
"Ich habe diesen Albtraum auch", sagte ich. "Ich nenne ihn mein Leben."

*

"Du suchst immer nach Antworten, obwohl das Leben einfach aus Taten und Handlungen besteht. Alles ist im Fluss - hin und her, her und hin. Essen und schlafen und vögeln. Das Leben ist ein Messer, verstehst du. Manchmal sticht es zu und manchmal nicht."

Hier findet ihr meine Rezension zu Kein Happy End.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Rezension: Kein Happy End

Produktinformation:
Titel: Kein Happy End
Autor: Peter Johnson
Verlag: Arena
Seitenanzahl: 144
Preis: 9,95 € (gebundene Ausgabe)
Zu kaufen bei: Amazon, buch.de


Inhalt:


Ein namenloser Jugendlicher berichtet von seinem Leben. Nachdem seine Mutter gestorben und sein Vater abgehauen ist, lebt er mit seinem Bruder Kyle und seiner Tante alleine. In einer verschneiten Nacht bauen die beiden Jungs mit zwei Bekannten einen Autounfall und verwunden einen Mann schwer. Es fällt ihnen immer schwerer mit dieser Tat klar zu kommen und ihr ohnehin schon konfuses Leben gerät noch mehr ins Chaos. Werden sie es schaffen, alles wieder auf eine Ebene zu bringen, moralisch und seelisch? Und zu welchem Preis können sie dies tun?

Zitate:


Ich habe nochmal einen Extra Post schreiben, indem ich einige Textstellen aus diesem Buch zitiert habe. Zum einen, damit sie besser hervorgehoben werden, zum anderen, weil es einfach zu viele sind.

Meinung:


Mit Kein Happy End ist es Peter Johnson gelungen, einein beeindruckenden Text zu schreiben, der sich um nichts weniger als den Sinn des Lebens dreht.

Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und überraschend einfach. Obwohl das Buch tief geht, ist der Schreibstil kein bisschen anspruchsvoll oder kompliziert. Bis auf ein paar Fremdwörter war der Text identisch mit einem locker leichtem Jugendbuch.
Ganz im Gegensatz zu dem Inhalt. Der ist wirklich nichts für zwischendurch, manchmal musste ich mitten beim Lesen aufhören und erstmal darüber nachdenken, was dort geschrieben wurde und was für eine Meinung ich dazu habe.
Passend zu dem Titel Kein Happy End besitzt das Buch mehrere Enden, alle zwischendurch eingeworfen, die wenigsten enden gut. Das hat das Ganze etwas verwirrend gemacht, doch ich kam damit ganz gut klar, da sie alle einen gewissen Kontext besaßen und mir aufzeigten, wie viel Kleinigkeiten doch verändern können.

Was die Charakter angeht war ich ebenfalls positiv überrascht. Der Protagonist, nicht einmal beim Namen genannt, ist einem obgleich dieser Tatsache furchtbar nah und man kann ihn so unglaublich gut verstehen. Kyle ist so realistisch dargestellt, dass ich ihn meinte zu kennen. Tatsächlich kenne ich viele Jugendliche, die genauso wie er sind. Hier ein großes Lob an den Autoren, dass er Jugendliche so gut darstellen konnte, denn das gelingt nicht jedem.
Die Nebencharaktere sind gut und überzeugend dargestellt, ich konnte die Handlung von jedem einzelnen verstehen und nachvollziehen.

Insgesamt ist dieses Buch einzigartig und, meiner Meinung nach, mit Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher zu vergleichen. Mich hat eigentlich nichts wirklich an diesem Buch gestört, aber viel beeindruckt.

Fazit:


Ein unglaublich nachdenkliches Buch, aus dem ich viele Weisheiten abgeschrieben habe. Ich finde es schade, dass das Buch so unbekannt ist und kann es wirklich jedem empfehlen!


Über den Autor:


Peter Johnson unterrichtet Kreatives Schreiben am Providence College und hat zahlreiche Gedichtbände veröffentlicht. Für seinen Prosagedichtband Miracles & Mortifications erhielt er den James Laughlin Award. Er lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Providence, Rhode Island. Kein Happy End ist sein erster Roman.
Quelle: Seitenangabe Kein Happy End

Dienstag, 4. Oktober 2011

Rezension: Schwindelfrei: Ein Fashion-Roman

Produktinformation:
Titel: Schwindelfrei
Autor: Holly McQueen
Verlag: Rororo
Seitenanzahl: 479
Preis: 8,95 €
Zu kaufen bei: Amazon, buch.de

Inhalt:


Isabel Bookbinder möchte seit neustem Mode Designerin werden. Das sie nicht mal einen Saum oder Ärmel nähen kann, ist dabei doch völlig irrelevant.Völlig überzeugt von ihrer selbst bewirbt sie sich bei einer der besten Modedesign Schule des Landes - und wird abgelehnt. Als sie dann belauscht, dass die berühmte Muse Nancy Tavistock eine neue Assistentin braucht, schafft sie es, sich durch Tricks diesen Job zu verschaffen. Doch es läuft alles ganz anders, als sie sich das gedacht hat: Lucien Black, berühmter Designer, ist sie total egal, obwohl er sie doch eigentlich entdecken und zum Star machen sollte, Isabel verbringt eigentlich nur Zeit vorm Schreibtisch und lässt auch noch ein wichtiges Paket verschwinden, weil sie denkt es wären Drogen (immerhin nehmen in der Modeszene alle Drogen) und dann fliegt ihr Freund Will auch noch in die Karibik - ohne Isabel, dafür aber mit seiner neuen, attraktiven Kollegin. Isabel muss versuchen, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen, was allerdings gar nicht so einfach ist...


Buchausschnitte:


"Tolle Schuhe übrigens. Von wem sind die?"
Ich weiß nicht genau, was sie jetzt hören will. "Äh ... das sind meine."
"Sie entwerfen ihre eigenen Schuhe?"
Oh.

Ich würde sagen, das ist der typische Isabel Moment. Genau sowas passiert ihr am laufendem Band. Und hier nochmal ein paar Ausschnitte aus einem von Isabels kleinen Briefchen, die sie dauernd schreibt:

... Ebenso wirst du wahrscheinlich ziemlich bald bemerken, dass ich ein paar von deinen blauen Lieblingshemden in die Badewanne geworfen und großzügig mit Bleichspray eingesprüht habe. Sieht du - ich habe nämlich sehr wohl gewusst, wo die Putzmittel sind.
... Ich kann immer noch die Tierschützer von der PETA auf euch hetzen, weißt du. Und dann werden gebleichte Hemden deine geringste Sorge sein ... Denk an die Tiere. Bitte.


Meinung:


Was dieses Buch angeht, bin ich ein wenig zwiespalten. Die Story des Buches ist gut, nichts besonderes, aber kreativ ausgearbeitet. Bei einigen Sätzen musste ich wirklich lachen, aber ein ganzer Brüller ist das Buch nicht. Trotzdem hatte ich eine gewisse Freude beim lesen des Buches.

Gegen den Schreibstil, finde ich, kann man absolut nichts sagen. Er ist flüssig und bringt einen durch, etwas fragwürdige Szenen, gut voran. Eigentlich rettet der ordentliche Stil der Autorin das Buch ein mal mehr. Sie schafft es, dass die Erlebnisse in einem Kontext aufeinander treffen und es weiterhin spannend bleibt.

Zum anderen ist Isabel, man muss es einfach sagen, fürchterlich nervig. Was ich anfangs einfach als gewissen "Charme" des Buches hinnahm, wurde mir dann nach längerer Zeit einfach zu viel. Nicht nur dass sie die unglaublichsten Vorstellungen vom Leben hat, und furchtbar naiv ist, sie bringt sich auch noch dauernd in so unnötig nervige Situationen. Ich konnte den deutschen Titel Schwindelfrei kein Stück verstehen, denn Isabel lügt jede Sekunde das sich die Balken biegen und spinnt das Netz aus Lügen immer weiter, bis alles in sich zusammen fällt. Diese Eigenschaften bringen sie immer wieder in so schreckliche Situationen, dass ich vor Verzweiflung fast weinen möchte und das Buch einfach zäher macht, als es sein könnte.
Die restlichen Charaktere dagegen mochte ich, mit Ausnahmen, echt gerne. Isabels beste Freundin Lara und ihren Freund Will habe ich besonders ins Herz geschlossen, sie waren, wie alle sonstigen Personen, sehr detailliert beschrieben und jeder einzigartig.


Fazit - Schlusswort:


Obwohl das Buch wahnsinnig schlechte Kritiken seitens seiner Leser hat, finde ich es ganz gut. Gut geeignet für den Urlaub oder ähnliches. Hat mich nicht vom Hocker gehauen, aber ich fand es ganz lustig und es war nett für zwischendurch. Wer locker leichte Frauenromane mag, wird dieses Buch wohl ganz gut gefallen.


Anmerkung:


Dies ist nicht das einzige Buch über Isabel auf dem Markt. Es sind zwei weitere Bücher mit folgenen Titeln erschienen:
Mein glamouröses Doppelleben
Sie dürfen die Torte jetzt küssen

Um eines der Bücher zu lesen, braucht man, meines Erachtens, kein Vorwissen aus den anderen.


Über den Autor:


Holly McQueen wollte Schriftstellerin werden, seit sie herausfand, dass ihr die Nonnen in der Schule die Matheaufgaben erließen, wenn sie stattdessen eine Geschichte schrieb. Nach unvorhergesehenen Umwegen über Jura, Hournalismus und das Musiktheater schrieb sie ihren ersten Roman Mein glamouröses Doppelleben. Mit ihrem Ehemann lebt Holly McQueen heute in Londen.


Quellen:


Informationen aus dem Abschnitt "Über den Autor" wurden hieraus zusammen gefasst: Seitenangabe bei Schwindelfrei - Ein Fashion-Roman.
Cover Copyright © rororo
Foto Copyright © Holly McQueen