Samstag, 5. Mai 2012

Rezension: Engelsnacht

Cover © cbt
Produktinformationen:
Titel: Engelsnacht
Originaltitel: Fallen
Autor: Lauren Kate
Teil einer Reihe? Ja, der 1.
Verlag: cbt
Seitenanzahl: 444 Seiten
Preis: 8,99 € (Taschenbuch)
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Inhalt:
Nach einem schrecklichen Unfall muss die 17 jährige Luce auf ein Internat für schwer erziehbare Jugendliche. Dort trifft sie den mysteriösen Daniel Grigori, für den sie gleich bei ihrer ersten Begegnung starke Gefühle hegt, und sich vollkommen sicher ist, ihn schon einmal gesehen zu haben. Doch Daniel streitet nicht nur die vorherige Begegnung ab, er scheint sie auch noch zu hassen. Ganz anders als Cam, Luces charmanten Mitschüler, der ihr die gewünschte Aufmerksamkeit schenkt. Luce ist vollkommen verwirrt durch ihre Gefühle für beide Jungen, und auf ihrer Suche nach der Wahrheit kommt sie langsam einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur, ihrer eigenen Vergangenheit, sowie Daniels wahrem Hintergrund und dem Grund, warum er sie zu hassen scheint.

Zitate:
Solange ich mich erinnern kann, habe ich die Schatten gesehen. Dunkle, tanzende Silhouetten, die immer um mich waren. Jetzt, an meiner neuen Schule, sind sie noch stärker geworden. Manchmal glaube ich, nur ein Schutzengel kann mich noch retten. Aber ich habe niemals an Engel geglaubt. Bis ich IHN traf ... - Klappentext


Sie schmiegte ihr Gesicht an seine Schulter. Die Wahrheit machte ihr immer noch Angst, aber in seinen Armen fühlte sie sich wie die Welle, die endlich an die Küste schlägt, wie ein Reisender, der nach einer langen, gefährlichen Reise endlich die Heimat erreicht - sie fühlte sich zu Hause angekommen. - Seite 384


So viel Hoffnung in die Kraft der wahren Liebe - von der sie selbst gerade erst eine Ahnung bekam - zu setzen, war das nicht naiv? Wahre Liebe schön und gut, aber konnte man damit eine Schlacht gewinnen? - Seite 412


Sie wollte jetzt kämpfen. Sie würde an seiner Seite stehen und dafür kämpfen, ein erfülltes Leben mit ihm führen zu können. Sie würde kämpfen, damit überdauerte, was einzig und allein alle Gefahren und allen Kampf wert war. Die Liebe. - Seite 441


Meinung:
Engelsnacht ist eines dieser berühmteren Büchern, die mir zu Anfang komplett unsympathisch waren. Trotzdem verspüre ich immer diesen Drang, gerade solche Bücher zu lesen und mir selber eine Meinung zu bilden. Nachdem ich Engelsnacht beendet hatte, war meine Meinung auf jeden Fall stark verbessert. Trotzdem habe ich ein oder andere Kritikpunkte, die ich euch nun aufzählen möchte.

Aufmachung & Details im Buch:
Obwohl das Cover so gar nicht nach meinem Geschmack ist, sehe ich an, wie schön es ist. Es gibt die Stimmung des Buches gut wieder. Ich bin trotzdem eher der Meinung, dass das Mädchen auf dem Cover kurze Haare haben sollte, so wie die Luce aus diesem Buch.
Im Buch konnte ich keine Details entdecken, außer kleinen Engelsflügeln, die man an jedem Anfang eines Kapitels entdecken konnte. Allerdings besitze ich auch das Taschenbuch, vielleicht ist die gebundene Ausgabe weiter verziert, könnte ja durchaus sein.

Idee & Umsetzung:
Der Prolog ist typisch für ein Fantasybuch. Stark verwirrend, voller Geheimnisse und viele Andeutungen. Dieser Prolog, und der eindeutige Titel, machten es für mich bald klar, was dort im groben passierte. Ganz im Gegenteil zu Luce, die fast das gesamte Buch vollkommen verwirrt herumrätselte. Ich persönlich kann es gar nicht leiden, wenn der Leser die Antwort schon lange kennt, während der Protagonist im dunkeln umherirrt. Für mich nahm es eindeutig viel von der Spannung, und hätte man das Buch anders aufgebaut, hätte es um einiges besser sein können. Ansonsten hat mir die Idee sehr gut gefallen. Für mich war es etwas altbekanntes, verbunden mit etwas neuem, frischem.

Schreibstil:
Lauren Kates Schreibstil hat mir gut gefallen. Teilweise ist ihre Sprache recht gehoben, besonders bei gewissen Personen oder Erinnerungen. Schwierig fand ich ihn allerdings nicht. Kate gelang es gut, die Gefühle der Protagonisten wiederzugeben, genauso wie sie Orte schön beschreiben konnte. Allgemein hat mir Lauren Kates Schreibstil gut gefallen, hatte für mich allerdings nichts umwerfendes.

Charaktere:
Über Luce, die Protagonistin, bin ich irgendwie geteilter Meinung. Zum einen war sie mir durchaus sympathisch, ich konnte ihre Gefühle stets gut nachvollziehen, ihre Handlungen waren zwar nicht immer so ersichtlich, aber ich war nie komplett entsetzt über die Dinge, die sie getan hat. Zum anderen, ich muss es leider sagen, ging sie mir ein wenig auf die Nerven. Sie hatte die blödeste Rolle im ganzen Buch, denn sie war niemals wirklich auf dem laufenden. Während ich mich, und alle anderen, an ihrer Stelle verrückt gemacht hätte, akzeptierte sie das, fragte sich allerdings dennoch die ganze Zeit, was denn hier nur los ist. Auf die Dauer ging mir das wahnsinnig auf die Nerven.
Auch hier gab es ein Dreierdebakel, in dem Luce sich entscheiden musste. Daniel oder Cam, Cam oder Daniel? Obwohl ich langsam von solchen Büchern wirklich die Schnauze voll habe, fande ich es in diesem Buch nicht ganz so nervenaufreibend, was wohl mit der Hintergrundgeschichte der drei zutun hat.
Daniel und Cam sind, wie es meistens so ist, völlig verschiedene Typen. Der eine ist verschlossen, aber auf der guten Seite, verletzlich und sehr süß. Der andere hat etwas bedrohliches, was Luce allerdings anziehend findet. Nicht gerade etwas bahnbrechendes, was man noch nie gelesen hat. Der Leser muss für sich selber entscheiden, wen er besser findet. Ich persönlich bin mir noch uneinig, wen ich denn nun favorisiere.
Die Nebencharakter wirken auf den ersten Blick ein wenig platt, verstecken allerdings eindeutig viel mehr in sich. Gegen Ende des Buches kommt heraus, wer doch noch einiges in der Hinterhand hat (so gut wie jeder in diesem Buch!), und was es mit sich auf hat. Mein Lieblingscharakter ist nebenbei gesagt Gabbe. Ich bin gespannt, was es noch so mit ihr auf sich hat!

Ende:
Leider muss ich sagen, dass mir das Ende am besten gefallen hat. Es kommt endlich ein wenig Schwung herein, die Spannung steigt und es werden endlich - Halleluja! - einige Rätsel gelöst. Einige, nicht alle. Deswegen will ich ja auch so bald wie möglich die Fortsetzung lesen.

Fazit:
Ich glaube, dass Engelsnacht um einiges besser sein könnte. Das Potential wurde nicht vollkommen ausgeschöpft, allerdings glaube ich, dass der zweite Band dazu durchaus in der Lage sein könnte. Für dieses Buch vergebe ich jedenfalls 6,5 kleine Elfies, das wären 3,25 Sterne im normalen System. Trotzdem würde ich das Buch eher mit 4 Sternen bewerten, die hat es eher verdient, als 3.

Kommentare:

  1. Hey, mal wieder tolle Rezi!! :D
    *in love with Elfie* ;)
    LG
    Livi
    PS: Sorry, dass ich so lange nicht mehr kommentier hab!! :(
    Viel zu tun..

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  2. Hallo :-)

    Ich bin immer noch am Überlegen, ob ich bei der Reihe weiterlesen soll. Den ersten Band fand ich zwar gut, aber er hat mich nicht nachhaltig beeindruckt. Nun soll ja bald einmal der dritte Band erscheinen . . . .
    Übrigens bin ich nun mit meinem Blog zu Blogspot umgezogen und ich hoffe, dass es nun mit den Aktualisierungen wieder klappt. So werde ich deine Seite bestimmt wieder öfters besuchen :-)

    lG Favola

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